"Ja" zur Taufe
Bei der Taufe eines Kindes, Jugendlichen oder Erwachsenen sagt Gott sein "Ja" zu diesem Menschen. Es ist ein Symbol, das einmal geschehen für alle Zeit gilt. Gott nimmt seine Zusage: "Du bist mein geliebtes Kind" nicht zurück. Egal, wie das menschliche Leben auch verlaufen mag.
In der Taufe spricht aber auch der Mensch sein "Ja" zu diesem Gott. Bei der Taufe eines Kindes tun dies Eltern, Paten und Gemeinde stellvertretend für das Kind. Jugendliche und erwachsene Täuflinge tun dies selbst, indem sie "Ja" sagen zu einem Leben in einer Beziehung zu dem Dreieinigen Gott.
Wir haben Ihnen im Folgenden ein paar Gedanken, theologische Grundlagen, Gebete zusammengestellt, die Ihnen als Eltern, Paten, Großeltern hilfreich sein mögen, bei der Frage, was die Taufe Ihres Kindes, Patenkindes, Enkels bedeutet - und welche Aufgabe Sie dabei übernehmen.
Falls Sie sich mit der Frage beschäftigen, ob Sie sich selbst taufen lassen wollen, geben wir Ihnen ein paar Impulse, die Sie dann mit Ihrer Gemeindepfarrerin, Ihrem Gemeindepfarrer im Gespräch weiter bedenken können.
Gott sagt "Ja" - zu Ihnen und zu Ihrem Kind.
Gott sagt "Ja"
Gott spricht: "Fürchte dich nicht, ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein!"
Das ist die Grundlage unseres Lebens, die in der Taufe ihren symbolischen Ausdruck findet.
Mütter und Väter sagen "Ja"
Für Mütter und Väter ist die Geburt ihres Kindes ein Wunder - und sie wünschen sich in vielen Fällen, dass ihr Kind unter dem besonderen Schutz und Segen Gottes steht.
Paten sagen "Ja"
Das Patenamt ist nicht nur ein sehr schönes Amt, das Menschen angeboten bekommen können, sondern auch ein sehr wichtiges für die christliche Erziehung und Entwicklung des Kindes.
Großeltern sagen "Ja"
© bbroianigo/pixelio.de
Auch wenn die Großeltern bei der Taufe nicht gefragt werden, ob sie ihr Enkelkind im christlichen Glauben erziehen wollen, kommt ihnen bei der Vermittlung biblischer Geschichten und einem ganz praktisch gelebten Glauben eine wichtige Aufgabe zu.
Täuflinge sagen "Ja"
Bei der Taufe eines Säuglings oder Kleinkindes sprechen Eltern und Paten ein stellvertretendes "Ja" für den Täufling - der dieses "Ja" dann bei der Konfirmation selbst bestätigt.
Es gibt Menschen, die als Kinder nicht getauft wurden und sich im Laufe des Lebens dafür entscheiden, mit dem Dreieinigen Gott eine Beziehung zu beginnen und sich taufen zu lassen.
- Lesen Sie hier, wie Sie Ihr "Ja" als erwachsener Täufling sprechen können
- Gebet eines erwachsenen Täuflings
Gemeinden sagen "Ja"
„Für die Taufe von Kindern gilt: Eltern, Patinnen, Paten und die Gemeinde tragen gemeinsam Verantwortung, dass den heranwachsenden Menschen ein Leben im Glauben ermöglicht wird. Die Eltern bekennen mit den Patinnen und Paten stellvertretend den Glauben und versprechen, zusammen mit der christlichen Gemeinde dafür zu sorgen, dass das Kind im christlichen Glauben erzogen wird.“
Kirchen sagen "Ja"
Erkennt die katholische Kirche meine Taufe an, die in der Evangelischen Kirche gefeiert wurde?
Ich war bisher Mitglied in einer Freien Evangelischen Gemeinde und möchte nun in die Evangelische Landeskirche eintreten? Muss ich mich noch einmal taufen lassen???

